Gravitationslinse im Amateurteleskop

Drüben in den Scilogs berichtet Ute Gerhardt über zwei interessante Beobachtungsaufrufe, gerichtet sowohl an Profiastronomen als auch an Amateure. Der erste der beiden ist ziemlich eilig: Schon in der nächsten oder übernächsten Woche wird ein abermaliges Aufleuchten des Objekts Gaia16aye erwartet. Dabei handelt es sich um eine Gravitationslinse – eine, die auch mit einem mittelgroßen Amateurfernrohr sichtbar ist. Continue reading

Morgen gibt’s (vielleicht) mehr zu Schiaparelli

Über das genaue Schicksal der Landesonde „Schiaparelli“, die am vergangenen Mittwoch auf dem Mars zerschellt ist, und damit ein grandioser Erfolg war, sind bisher nur bruchstückhafte Informationen verfügbar. Das liegt einerseits natürlich an der Tatsache, dass die Ursachen der Bruchlandung derzeit noch erforscht werden, andererseits an einer, nunja, unkoordinierten Kommunikation der Esa. Continue reading

Am Anfang aller Anfänge

Wer in ein naturhistorisches Museum geht, erwartet typischerweise, etwas über die Geschichte der belebten und unbelebten Natur unseres Planeten zu erfahren. Insofern fällt die Ausstellung, die am Dienstagabend im NHM Wien eröffnet wurde, aus dem Rahmen. „Wie alles begann“ geht weiter zurück – bis an den Anfang von Raum und Zeit. Dorthin, wo „Galaxien, Quarks und Kollisionen“ die Welt des unvorstellbar Großen mit der Welt des unvorstellbar Kleinen zu einem nicht unbedingt vorstellbareren Ganzen vereinen. Kleines Bonbon: Wer als Himmelslichter-Leser die Ausstellung betritt, wird von einem vielleicht bekannten Exponat überrascht. Continue reading

Blog-Flashback #8: Galilei und der Planet Neptun – Teil 4

Galileo Galilei hat im Winter 1612/13 den Planeten Neptun beobachtet und seine Position zeichnerisch festgehalten, zweimal am 28. Dezember 1612 und einmal am 28. Januar 1613. Bei dieser letzten Beobachtung bemerkte er zudem eine Eigenbewegung, verfolgte diese Spur jedoch seltsamerweise nicht weiter. Dass er während der Zeit der engsten Begegnung zwischen Jupiter und Neptun letzteren kein einziges Mal in seinem Beobachtungsbuch vermerkte, lässt sich wohl nur dadurch erklären, dass der ferne Planet immer dann, wenn Galilei sein Fernrohr auf die Himmelskörper richtete, ungünstig nahe bei Jupiter oder einer seiner Monde stand. Continue reading