Asteroid 2014 JO25 hat eine „contact binary-Struktur“

Der am vergangenen Mittwoch in etwa 4,5facher Mondentfernung an der Erde vorbeigeflogene „potentiell gefährliche“ Asteroid 2014 JO25 wurde von Amateuren und Profis beobachtet. Während die Bilder der Amateurastronomen wie erwartet einen sich schnell bewegenden Lichtpunkt zeigen, bieten mit der 70-Meter-Antenne des Goldstone Deep Space Communications Complex in Calfornien gewonne Radarechobilder eine Überraschung: 2014 JO25 hat die Struktur eines so genannten „contact binary“. Er besteht aus zwei miteinander verbundenden „Bäuchen“, und erinnert damit recht stark an den Rosetta-Kometen Tschuryumov-Gerasimenko.

Radarechobilder des Asteroiden 2014 JO25, erstellt mit der 70-Meter-Antenne der Nasa in Goldstone, USA am 18. April 2017. Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/GSSR
Radarechobilder des Asteroiden 2014 JO25, erstellt mit der 70-Meter-Antenne der Nasa in Goldstone, USA am 18. April 2017. Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/GSSR

Der größere der beiden Bäuche misst etwa 620 Meter im Durchmesser. Die Aufnahmen wurden schon vor der Erdpassage erstellt und veröffentlicht.

Hier geht es zur NASA-Veröffentlichung der Goldstone-Bilder.

Ein Beispiel für eine gelungene Amateurbeobachtung (Harald Bill).

Weitere Bilder von 2014 JO25 bei spaceweather.com.

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