Helle Supernova in NGC 6946

Das Feuerwerk hat wieder gezündet: Am 14. Mai entdeckte Patrick Wiggins in den USA einen etwa 12mag hellen Punkt in der Galaxie NGC 6946. Mittlerweile ist klar, dass es sich um eine Supernova des Typs IIP handelt, ihre offizielle Bezeichnung ist SN 2017eaw. Es ist bereits die zehnte Supernovaexplosion, die in den letzten 100 Jahren in der 20 Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxie gesichtet wurde. NGC 6946 trägt damit zurecht den Beinamen „Feuerwerksgalaxie“. Continue reading

Blog-Flashback #12: Supernova in M101 erreicht die 10. Größenklasse

Die am 24. August 2011 entdeckte Supernova in der Spiralgalaxie Messier 101 näherte sich Anfang September 2011 ihrer Maximalhelligkeit. Ihre Helligkeit betrug ca. 10,7mag.  Sie war eine Typ Ia-Supernova, mit einer Entfernung von etwa 21 Millionen Lichtjahre stand sie relativ nah. Ihre maximale Helligkeit erreichte etwa 10,0mag [Was bedeutet das? Siehe dazu die Anmerkung am Ende des Textes!].

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Heute vor 30 Jahren: Supernova 1987A

Heute am frühen Morgen vor genau 30 Jahren wurde die Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke gesichtet. Es war die erste mit bloßem Auge sichtbare Supernova seit Erfindung des Teleskops, die erste seit „Keplers Supernova“ aus dem Jahr 1604. Für mich persönlich war sie ein Anlass, mich mit der Astronomie zu beschäftigen, obwohl ich damals noch zu jung war, die physikalischen Zusammenhänge zu verstehen – und obwohl ich sie nie selbst gesehen habe, denn sichtbar war sie nur von der Südhalbkugel der Erde. Continue reading

Ein „neuer“ Stern im Schwan 2022?

Stimmt die Voraussage von Larry Molnar vom Calvin College in den USA, dann könnte das Sternbild Schwan im Jahr 2022 (plus/minus ein Jahr) für einige Monate etwas anders aussehen als gewohnt. Seit mehr als zwei Jahren beobachten Molnar und seine Kollegen einen unscheinbaren Stern namens KIC 9832227. Momentan ist der mit einer scheinbaren Helligkeit von 12 mag nur mit Teleskopen zu sehen. In einigen Jahren aber könnte er zur „Roten Nova“ und dann 10000 Mal heller werden – hell genug, um ihn mit bloßem Auge auffällig zu sehen. Continue reading

Blog-Flashback #9: Wechselwirkende Galaxien

Das Galaxienpaar NGC 4490/4485 ist ein interessantes, weil wechselwirkendes Galaxienpaar im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Beide Galaxien sind etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie sind stark verformt, weil sie sich gegenseitig durch ihre Schwerkraft beeinflussen. Besonders in 4490 (der größeren) fallen Helligkeitsknoten auf, die auf Fotografien eine deutlich rote Färbung zeigen. Dabei handelt es sich um Sternentstehungsgebiete, also Wolken aus Wasserstoff, in denen neue Sterne und Planetensysteme gebildet werden. Continue reading

Update: Mikro-Gravitationslinse Gaia16aye soll Sonntag abend aufleuchten

Ein neues Modell sagt das vierte und letzte Aufleuchten der Mikro-Gravitationslinse Gaia16aye für Sonntag, den 20. November kurz vor 22 Uhr MEZ (20,8 UT) voraus. Die Ereignis wird voraussichtlich so hell, dass es auch mit einem Amateurteleskop sichtbar ist. Auch wenn es nicht so spektakulär ist wie ein „Supermond“ (Scherz) – ein solches Ereignis kommt nicht so schnell wieder. Continue reading

Gravitationslinse im Amateurteleskop

Drüben in den Scilogs berichtet Ute Gerhardt über zwei interessante Beobachtungsaufrufe, gerichtet sowohl an Profiastronomen als auch an Amateure. Der erste der beiden ist ziemlich eilig: Schon in der nächsten oder übernächsten Woche wird ein abermaliges Aufleuchten des Objekts Gaia16aye erwartet. Dabei handelt es sich um eine Gravitationslinse – eine, die auch mit einem mittelgroßen Amateurfernrohr sichtbar ist. Continue reading

Was wir über „Proxima b“ wissen und was nicht – und wie Amateure helfen können

Nun ist es raus: Astronomen haben am La-Silla-Observatorium der ESO in Chile einen Planeten beim nächsten Stern am irdischen Himmel, Proxima Centauri, entdeckt. Auf einer Pressekonferenz im ESO-Hauptquartier wurden die Resultate nun präsentiert. Ich war dort und fasse hier zusammen, was wir über „Proxima b“ nun eigentlich wissen und was Spekulation ist – und wie Amateurastronomen womöglich bei der Erforschung des Planeten helfen können. Continue reading

Blog-Flashback #6: Alpha Centauri und seine Begleiter

Alpha Centauri ist mit 4,3 Lichtjahren Entfernung der nächstgelegene Stern, den man mit bloßem Auge am Nachthimmel sehen kann. Er ist nach Sirius und Kanopus zudem der dritthellste am irdischen Firmament. Ein Amateurteleskop enthüllt seine wahre Natur: Alpha Centauri ist ein Doppelsternsystem, in dem sich zwei sonnenähnliche Sterne gegenseitig umkreisen. Continue reading