Linktipp #54: Wenn der Heimatstern das Leben schwer macht

Strahlungsausbrüche, sogenannte Flares, kommen auf der Sonne regelmäßig vor: Von gewaltigen Magnetfeldern ausgelöst schleudern sie innerhalb von Minuten energiereiche Strahlung und Stürme geladener Teilchen ins All. Das, was Meredith MacGregor von der amerikanischen University of Colorado und ihre Kollegen am 1. Mai 2019 auf dem nächstgelegenen Stern Proxima Centauri aufblitzen sahen, war aber hundertmal stärker als jeder bislang beobachtete Sonnenflare.

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Linktipp #53: Langsam zeigt sich ein Muster

Schnelle Radioblitze (Fast Radio Bursts, oder kurz FRBs) sind das derzeit heißeste Thema der Radioastronomie. Von nicht einmal anderthalb Jahrzehnhten entdeckt, stellten die extrem kurzen und enorm hellen Blitze die Wissenschaft zunächst vor ein Rätsel. Inzwischen formt sich dank neuer Instrumente und verbesserter Auswertetechnik ein Bild. So glaubt man zu wissen, was die meisten FRBs auslöst. Für Welt der Physik habe ich mit einer Radioastronomin über die spannende Geschichte der FRBs und den Stand der Forschung gesprochen. Das Interview ist seit heute hier abrufbar! 

Linktipp #52: Nirgends kein Satellit

Über die Satellitenflut des Herrn  Musk und Kollegen habe ich in diesem Blog schon mehrfach berichtet. Der heutige Linktipp verweist auf einen Beitrag von Jan Döngens auf Spektrum.de zum Thema, der zeigt, dass alles noch viel schlimmer ist, als bisher geglaubt. Die “Megakonstellationen” von SpaceX, Oneweb und Co. werden wohl auch dafür sorgen, dass der Himmel insgesamt nie mehr richtig dunkel wird. Continue reading

Linktipp #46: Wie Astronominnen die Sterne neu sortierten

Der heutige Linktipp geht an den Podcast Zeitsprung – Geschichten aus der Geschichte der beiden Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer. In Ausgabe 252 geht es nämlich um die “Harvard Computers”, Astronominnen ohne formale wissenschaftliche Ausbildung, die die Astronomie zu einer Zeit revolutionierten, als es Frauen nicht einmal möglich war, zu studieren. Continue reading

Linktipp #44: Wenn ein Planet sich einfach auflöst

Fomalhaut b war einer der ersten Exoplaneten, den Astronomen direkt fotografieren konnten. Auf Bildern des Hubble-Weltraumteleskops aus den Jahren 2004 bis 2006 sah man ihn als hellen Lichtpunkt, der offenbar den 25 Lichtjahre entfernten Stern Fomalhaut im Sternbild Südlicher Fisch umkreiste. Doch nun hat sich der Himmelskörper aufgelöst – buchstäblich vor den Augen des Hubble-Teleskops und sehr zur Überraschung der Forscher. Continue reading

Linktipp #43: Happy Birthday, Hubble!

Seit drei Jahrzehnten ist es eine Selbstverständlichkeit: 568 Kilometer über unseren Köpfen schwebt ein Teleskop, das unermüdlich ins Weltall hinausspäht. Seine Bilder führen der Menschheit vor Augen, wie groß und vielseitig der Kosmos ist. Damit hat es eine Berühmtheit erlangt, wie sie nur die wenigsten wissenschaftlichen Instrumente erreichen. Was das Hubble-Weltraumteleskop ist, wissen heute bereits Grundschüler. Continue reading

Linktipp #41: Was ist dran am Hype um Beteigeuze?

Es wäre die Mutter aller Himmelsspektakel: Beteigeuze (oder Betelgeuse) im Sternbild Orion, normalerweise einer der markantesten Sterne des Himmels, würde zur Supernova. Hell wie der Vollmond, würde die Sternexplosion die Nacht merklich aufhellen, tagelang. Für Laien wäre es ein beeindruckendes Naturphänomen, für Astronomen ein Jahrhundertereignis: In gerade einmal 650 Lichtjahren Entfernung wäre die Explosion die nächstgelegene je beobachtete Supernova und die erste in unserer Milchstraße seit mehr als 400 Jahren. Continue reading