Asteroid Phaethon am 10.12.2017

Gestern abend habe ich den Geminiden-Ursprungskörper und Erdbahnkreuzer (3200) Phaethon aufs Korn genommen. Er war zu diesem Zeitpunkt 11,4mag hell und zog nahe des  hellen Sterns Kapella im Sternbild Fuhrmann seine Bahn. Das machte das Anpeilen mit dem 200mm-Teleobjektiv zum Kinderspiel. Diese Animation ist dabei herausgekommen. Continue reading

Gemeinsam am Dezemberhimmel: (3200) Phaethon und seine Geminiden

Das Maximum der Geminiden, eines der beständigsten und zuverlässigsten Sternschnuppenströme, fällt dieses Jahr auf den 14. Dezember. Lange, dunkle Dezembernächte und kaum störendes Mondlicht sorgen für ideale Beobachtungsbedingungen. Aber auch der Verursacher der Geminiden ist am Himmel zu sehen – und das so hell wie noch nie: Der seltsame Asteroid (3200) Phaethon passiert am 16. Dezember die Erde und ist schon in kleineren Teleskopen erkennbar. Continue reading

Ein Goldener Henkel

Immer ungefähr zwei Tage nach dem ersten Viertel (das ist der zunehmende Halbmond) kann man für einige Stunden ein hübsches Phänomen beobachten: Der ringförmige Gebirgszug der Montes Jura, der die relativ flache Ebene der “Regenbogenbucht” (Sinus Iridum) halbkreisförmig umgibt, ist bereits vom Sonnenlicht beleuchtet während die Bucht selbst noch im Schatten liegt. Der gut 400 Kilometer lange Jura-Gebirgszug[1] steht sozusagen etwas aus der beleuchteten Mondhälfte heraus. Gestern war es wieder soweit. Continue reading

Call for observation: Triton bedeckt Stern am 5./6. Oktober

Neptuns Mond Triton ist mit einer scheinbaren Helligkeit von 13,5mag schon mit mittleren Teleskopen zu sehen. Er steht meistens um die 10 Bogensekunden neben seinem Planeten. In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober kommt es zu einem seltenen Himmelsereignis: Triton bedeckt den 12,7mag hellen Stern UCAC4 410-143659. Sichtbar ist die Okkultation von Europa und Nordamerika. Auch Amateurastronomen können wertvolle Daten sammeln. Continue reading

Komet 29P/Schwassmann-Wachmann visuell und mit 24 Zoll

Der für seine quasi-regelmäßigen Ausbrüche bekannte periodische Komet 29P/Schwassmann-Wachmann ist nach einer Serie von Ausbrüchen rund 12mag hell, und damit in Reichweite von mittleren Amateurteleskopen. Letzte Nacht nahm ich ihn visuell von La Palma aus auf Korn, gleichzeitig beauftragte ich das Teleskop des Burke-Gaffney-Observatoriums in Kanada mit einem RGB-Bild. Transkontinentale Simultanbeobachtung sozusagen! Continue reading

Sonnenfinsternis auf La Palma: partiell und irgendwie doch total

Die “große amerikanische Sonnenfinsternis” ist Geschichte. In einigen Teilen Europas gab es eine weniger spektakuläre Overtüre zu sehen – eine partielle Finsternis bei Sonnenuntergang. Auf der Kanareninsel La Palma ging die Sonne um 20:45 Uhr Ortszeit immerhin 52% verfinstert unter: Ein ebenfalls sehenswertes Ereignis, zumal Saharastaub für eine natürliche Filterwirkung sorgte. Continue reading

Der namenlose Komet C/2017 O1 mit 24 Zoll

Eigenäugig gesehen habe ich den im Juli vom All Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) entdeckten Kometen C/2017 O1 noch nicht – er steht zur Zeit am frühen Morgenhimmel und konnte meinen inneren Schweinehund bislang nicht wecken. Seitdem ich das Twitter-Teleskop in Kanada nutze, kann ich aber auch ganz ohne Rausgehen Astrofotos machen. Dieses Bild des Kometen entstand am 6. August: Continue reading

Auch über Europa: Die Sonnenfinsternis am 21. August

Am 21. August schiebt sich der Mond vor die Sonnenscheibe. Es kommt zu einer totalen Sonnenfinsternis. Richtig dunkel wird es aber nur ein einem schmalen, etwa 100 Kilometer breiten Streifen, der sich quer durch die USA von Westküste nach Ostküste zieht. Europa geht leider leer aus. Wobei – das stimmt nicht ganz. Continue reading

Fast eine Mondfinsternis

Am 7. August findet eine partielle Mondfinsternis statt. Der Mond dringt in den Kernschatten der Erde ein. Allerdings nur ein bisschen, zum Finsternismaximum wird etwas weniger als ein Viertel des scheinbaren Monddurchmessers von der Erde komplett abgeschattet. Dieses Maximum wird gegen 20:20 MESZ erreicht. Zu dieser Uhrzeit geht der Mond im Osten Deutschlands und Österreichs gerade auf, im Westen sogar noch später. Continue reading