Venus trifft Uranus

Uranus ist normalerweise nicht einfach zu finden. Heute abend ist das anders: Die helle Venus steht gerade einmal 18 Bogenminuten neben dem fernen Planeten. Eine bessere Aufsuchhilfe gibt es nicht! Einfach das Teleskop auf Venus richten (den hellsten “Stern” am abendlichen Himmel), schwach vergrößerndes Okular einsetzen – der Stern nordöstlich der Venus ist Uranus. Continue reading

Merkur, Venus, Mond

Am Abendhimmel geht es derzeit eng zu: Zu dem Planetenduo Merkur und Venus gesellt sich der zunehmende Mond. Gestern Abend stand die schmale Mondsichel nur wenige Grad nordwestlich der beiden Planeten. Klarer Himmel und freie Sicht nach Westen vorausgesetzt, tauchen Mond und Venus schon früh in der Dämmerung auf. Merkur ziert sich etwas – seine Helligkeit ist bereits auf +0,5mag gefallen. Continue reading

Merkur und Venus am Abendhimmel

Gestern abend bekam ich endlich das Planetenpaar aus Merkur und Venus vor die Kamera. Das Wetter war in den Tagen zuvor nicht nett zu mir. Die engste Begegnung der beiden inneren Planeten habe ich dadurch zwar verpasst, aber noch immer stehen die beiden recht nah beieinander, so dass sie sich mit einem Teleobjektiv schön zusammen ablichten lassen. Continue reading

Auftakt für den Abendstern

Wer richtig klaren Himmel und freie Sicht Richtung Westen hat, kann in diesen Tagen in der Abenddämmerung den Planeten Venus knapp über dem Horizont sehen. Das Bild entstand am Abend des 20. Februar auf La Palma mit freier Sicht über den Atlantik. Zugegebenermaßen ideale Konditionen, aber auch in Deutschland betritt der Abendstern nun die Himmelsbühne. Continue reading

Sternbedeckung durch den Mond

Sternbedeckungen durch den Mond führen uns vor Augen, wie schnell sich der Erdbegleiter vor dem Hintergrund der Fixsterne bewegt. Pro Stunde wandert der Mond um etwa seinem scheinbaren Durchmesser (0,5°) in östlicher Richtung. Normalerweise bekommen wir davon nichts mit, weil dieser Bewegung die Erddrehung überlagert ist, durch die sich alle Objekte – scheinbar – nach Westen bewegen. Es sei denn, ein Stern steht dem Mond im Weg. Continue reading

Asteroid Phaethon am 10.12.2017

Gestern abend habe ich den Geminiden-Ursprungskörper und Erdbahnkreuzer (3200) Phaethon aufs Korn genommen. Er war zu diesem Zeitpunkt 11,4mag hell und zog nahe des  hellen Sterns Kapella im Sternbild Fuhrmann seine Bahn. Das machte das Anpeilen mit dem 200mm-Teleobjektiv zum Kinderspiel. Diese Animation ist dabei herausgekommen. Continue reading

Gemeinsam am Dezemberhimmel: (3200) Phaethon und seine Geminiden

Das Maximum der Geminiden, eines der beständigsten und zuverlässigsten Sternschnuppenströme, fällt dieses Jahr auf den 14. Dezember. Lange, dunkle Dezembernächte und kaum störendes Mondlicht sorgen für ideale Beobachtungsbedingungen. Aber auch der Verursacher der Geminiden ist am Himmel zu sehen – und das so hell wie noch nie: Der seltsame Asteroid (3200) Phaethon passiert am 16. Dezember die Erde und ist schon in kleineren Teleskopen erkennbar. Continue reading

Ein Goldener Henkel

Immer ungefähr zwei Tage nach dem ersten Viertel (das ist der zunehmende Halbmond) kann man für einige Stunden ein hübsches Phänomen beobachten: Der ringförmige Gebirgszug der Montes Jura, der die relativ flache Ebene der “Regenbogenbucht” (Sinus Iridum) halbkreisförmig umgibt, ist bereits vom Sonnenlicht beleuchtet während die Bucht selbst noch im Schatten liegt. Der gut 400 Kilometer lange Jura-Gebirgszug[1] steht sozusagen etwas aus der beleuchteten Mondhälfte heraus. Gestern war es wieder soweit. Continue reading

Call for observation: Triton bedeckt Stern am 5./6. Oktober

Neptuns Mond Triton ist mit einer scheinbaren Helligkeit von 13,5mag schon mit mittleren Teleskopen zu sehen. Er steht meistens um die 10 Bogensekunden neben seinem Planeten. In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober kommt es zu einem seltenen Himmelsereignis: Triton bedeckt den 12,7mag hellen Stern UCAC4 410-143659. Sichtbar ist die Okkultation von Europa und Nordamerika. Auch Amateurastronomen können wertvolle Daten sammeln. Continue reading

Komet 29P/Schwassmann-Wachmann visuell und mit 24 Zoll

Der für seine quasi-regelmäßigen Ausbrüche bekannte periodische Komet 29P/Schwassmann-Wachmann ist nach einer Serie von Ausbrüchen rund 12mag hell, und damit in Reichweite von mittleren Amateurteleskopen. Letzte Nacht nahm ich ihn visuell von La Palma aus auf Korn, gleichzeitig beauftragte ich das Teleskop des Burke-Gaffney-Observatoriums in Kanada mit einem RGB-Bild. Transkontinentale Simultanbeobachtung sozusagen! Continue reading

Sonnenfinsternis auf La Palma: partiell und irgendwie doch total

Die “große amerikanische Sonnenfinsternis” ist Geschichte. In einigen Teilen Europas gab es eine weniger spektakuläre Overtüre zu sehen – eine partielle Finsternis bei Sonnenuntergang. Auf der Kanareninsel La Palma ging die Sonne um 20:45 Uhr Ortszeit immerhin 52% verfinstert unter: Ein ebenfalls sehenswertes Ereignis, zumal Saharastaub für eine natürliche Filterwirkung sorgte. Continue reading