Komet Wirtanen im Anflug

Endlich mal wieder ein interessanter Komet! Am 16. Dezember kommt 46P/Wirtanen der Erde nah, nur vier Tage nach seinem sonnennächsten Bahnpunkt. Gut möglich, dass er dann sogar mit bloßem Auge zu sehen sein wird – zumal die Beobachtungsbedingungen richtig gut sind. Und Wirtanen ist auch wissenschaftlich interessant. Schließlich wären wir schon einmal fast dort gewesen. Continue reading

Linktipp #28: Ein staubiger(?) Mars

Kürzlich schrieb ich über die vergangene Opposition des Planeten Mars, und dass sie für visuelle Beobachter wie mich kein Augenschmaus war. Digitale Fotografen haben es da leichter. Der heutige Linktipp ist eine bemerkenswerte Animation von zwei herausragenden Planetenfotografen, Damian Peach und Sebastian Voltmer. Continue reading

Mars 2018 visuell: Ein Rückblick

Mars ist mein Lieblingsplanet. Auf keinem anderen kann man schließlich als Amateurastronom echte Oberflächendetails sehen: abschmelzende Polkappen, dunkle, wie Kontinente aussehende Gebiete und sogar Wolken und Staub in der Atmosphäre. Und mit “sehen” meine ich “live” am Teleskop – ohne digitalen Schnickschnack. Auf die vergangene Marsopposition im Sommer 2018 habe ich mich daher besonders gefreut. Continue reading

Venus trifft Uranus

Uranus ist normalerweise nicht einfach zu finden. Heute abend ist das anders: Die helle Venus steht gerade einmal 18 Bogenminuten neben dem fernen Planeten. Eine bessere Aufsuchhilfe gibt es nicht! Einfach das Teleskop auf Venus richten (den hellsten “Stern” am abendlichen Himmel), schwach vergrößerndes Okular einsetzen – der Stern nordöstlich der Venus ist Uranus. Continue reading

Merkur, Venus, Mond

Am Abendhimmel geht es derzeit eng zu: Zu dem Planetenduo Merkur und Venus gesellt sich der zunehmende Mond. Gestern Abend stand die schmale Mondsichel nur wenige Grad nordwestlich der beiden Planeten. Klarer Himmel und freie Sicht nach Westen vorausgesetzt, tauchen Mond und Venus schon früh in der Dämmerung auf. Merkur ziert sich etwas – seine Helligkeit ist bereits auf +0,5mag gefallen. Continue reading

Merkur und Venus am Abendhimmel

Gestern abend bekam ich endlich das Planetenpaar aus Merkur und Venus vor die Kamera. Das Wetter war in den Tagen zuvor nicht nett zu mir. Die engste Begegnung der beiden inneren Planeten habe ich dadurch zwar verpasst, aber noch immer stehen die beiden recht nah beieinander, so dass sie sich mit einem Teleobjektiv schön zusammen ablichten lassen. Continue reading

Auftakt für den Abendstern

Wer richtig klaren Himmel und freie Sicht Richtung Westen hat, kann in diesen Tagen in der Abenddämmerung den Planeten Venus knapp über dem Horizont sehen. Das Bild entstand am Abend des 20. Februar auf La Palma mit freier Sicht über den Atlantik. Zugegebenermaßen ideale Konditionen, aber auch in Deutschland betritt der Abendstern nun die Himmelsbühne. Continue reading

Sternbedeckung durch den Mond

Sternbedeckungen durch den Mond führen uns vor Augen, wie schnell sich der Erdbegleiter vor dem Hintergrund der Fixsterne bewegt. Pro Stunde wandert der Mond um etwa seinem scheinbaren Durchmesser (0,5°) in östlicher Richtung. Normalerweise bekommen wir davon nichts mit, weil dieser Bewegung die Erddrehung überlagert ist, durch die sich alle Objekte – scheinbar – nach Westen bewegen. Es sei denn, ein Stern steht dem Mond im Weg. Continue reading

Asteroid Phaethon am 10.12.2017

Gestern abend habe ich den Geminiden-Ursprungskörper und Erdbahnkreuzer (3200) Phaethon aufs Korn genommen. Er war zu diesem Zeitpunkt 11,4mag hell und zog nahe des  hellen Sterns Kapella im Sternbild Fuhrmann seine Bahn. Das machte das Anpeilen mit dem 200mm-Teleobjektiv zum Kinderspiel. Diese Animation ist dabei herausgekommen. Continue reading

Gemeinsam am Dezemberhimmel: (3200) Phaethon und seine Geminiden

Das Maximum der Geminiden, eines der beständigsten und zuverlässigsten Sternschnuppenströme, fällt dieses Jahr auf den 14. Dezember. Lange, dunkle Dezembernächte und kaum störendes Mondlicht sorgen für ideale Beobachtungsbedingungen. Aber auch der Verursacher der Geminiden ist am Himmel zu sehen – und das so hell wie noch nie: Der seltsame Asteroid (3200) Phaethon passiert am 16. Dezember die Erde und ist schon in kleineren Teleskopen erkennbar. Continue reading

Ein Goldener Henkel

Immer ungefähr zwei Tage nach dem ersten Viertel (das ist der zunehmende Halbmond) kann man für einige Stunden ein hübsches Phänomen beobachten: Der ringförmige Gebirgszug der Montes Jura, der die relativ flache Ebene der “Regenbogenbucht” (Sinus Iridum) halbkreisförmig umgibt, ist bereits vom Sonnenlicht beleuchtet während die Bucht selbst noch im Schatten liegt. Der gut 400 Kilometer lange Jura-Gebirgszug[1] steht sozusagen etwas aus der beleuchteten Mondhälfte heraus. Gestern war es wieder soweit. Continue reading