Die Quadrantiden, der erste Sternschnuppenstrom des Jahres…

…erreichen dieses Jahr am 3. Januar ihr Maximum, was eigentlich ganz günstig ist (kaum Mond, Radiant zirkumpolar, also die ganze Nacht am Himmel sichtbar). Leider ist das Maximum dieses vermutlich auf den zerfallenen Kometen C/1490 Y1 zurückgehenden Stroms kurz und spitz – und fällt 2017 genau auf 14 Uhr UT (15 Uhr MEZ), also für Mitteleuropa auf den Tag.

Die Position der Quandrantiden im Sternbild Bärenhüter (Bootes). Großer und Kleiner Bär helfen beim Auffinden. Die Sternschnuppen scheinen aus diesem Punkt zu stammen, sind aber am gesamten Himmel sichtbar. (Erstellt mit Stellarium, Anblick für den 3.1.2017, 0h UT)

Zwar dürften auch inden Nächten vor und nach dem 3. Januar einige der (manchmal recht hellen) Meteore zu sehen sein, denn der Strom ist von Ende Dezember bis zum 10 Januar aktiv, allerdings nicht wirklich viele. Wer Geduld hat, kann pro Stunde einige wenige Quadrantiden über den Himmel flitzen sehen. Gerade in den Abendstunden, wenn der Radiant im Sternbild Bootes noch tief steht, sind manchmal einige sehr lang gestreckte “Earthgrazer” darunter.

Mehr zu sehen gibt es wohl nur im Westen der USA, wo der Maximumszeitpunkt auf die Nacht fällt. Allerdings heißt es im Meteorstrom-Kalender der IMO (die Primärquelle, was Sternschnuppenströme angeht und auch in Deutsch (pdf) verfügbar), dass der 14h UT-Zeitpunkt auf Daten aus dem Jahr 1992 zurückgeht, und dass Variationen
möglich sind. Clear Skies!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.