Ein Goldener Henkel

Immer ungefähr zwei Tage nach dem ersten Viertel (das ist der zunehmende Halbmond) kann man für einige Stunden ein hübsches Phänomen beobachten: Der ringförmige Gebirgszug der Montes Jura, der die relativ flache Ebene der “Regenbogenbucht” (Sinus Iridum) halbkreisförmig umgibt, ist bereits vom Sonnenlicht beleuchtet während die Bucht selbst noch im Schatten liegt. Der gut 400 Kilometer lange Jura-Gebirgszug[1] steht sozusagen etwas aus der beleuchteten Mondhälfte heraus. Gestern war es wieder soweit.

Der Goldene Henkel am 28.11.2017. Details im Text.
Der Goldene Henkel am 28.11.2017. Details im Text.

Das Foto enstand freihand, verwendet habe ich ein 200mm-Teleobjektiv bei f/4, ISO 1600 und 1/1600 Sekunde Belichtungszeit.

Sinus Iridum sieht wie ein kleiner “Mond-Henkel” aus: daher der Name für dieses Phänomen: “Goldener Henkel”.

Mit bloßem Auge sieht man den Goldenen Henkel nicht. Ein einfaches Fernrohr allerdings genügt schon. Mit einem kleinen Teleskop kann man nicht nur den Henkel sehen, sondern auch zahlreiche andere Licht-und-Schattenspiele an der Hell-Dunkel-Grenze des Mondes.

[1] Ja, der Mond-Jura ist tatsächlich nach dem schweizerischen Vorbild benannt.

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