Linktipp #17: Red Dots – Nah dran an der Exoplanetensuche

Das Team um Guillem Anglada-Escudé von der Queen Mary University of London, das im letzten Jahr mit der Entdeckung des nächstgelegenen Exoplaneten Proxima Centauri b für Aufsehen sorgte, hat ein neues Beobachtungsprojekt gestartet – und wie beim Vorgänger „Red Dot“ eine zugehörige „Public-Outreach-Kampagne“ ins Leben gerufen. Unter der Webseite reddots.space berichten die Forscher über den Fortschritt ihrer Arbeit und kommunizieren dabei auch über ein interaktives Forum. Auch eine Zusammenarbeit mit Amateurastronomen ist Teil der Kampagne.

Ziel der Beobachtungen sind wieder Proxima Centauri (hier werden noch weitere Planeten vermutet), Barnards Pfeilstern (der zweitnächste Stern nach dem Alpha-Proxima-Centauri-System) und der Stern Ross 154. Bei allen dreien handelt es sich um Rote Zwerge, also nicht um sonnenähnliche Sterne.

Kernbestandteil der mehre Monate laufenden Kampagne sind hochpräzise Spekren, die in angepeilten 100 Beobachtungen mit dem HARPS-Spektrografen am 3,6-Meter-Teleskop der ESO in La Silla (Chile) aufgenommen werden sollen. Weil alle drei Sterne aber auch selbst aktiv sind, ist eine lückenlose Überwachung ihrer Helligkeiten notwendig. Die dazu benötigten Photometriedaten werden von einer Reihe von Observatorien weltweit gesammelt, und auch Amateure können hier einen Beitrag leisten.

Hier geht’s zur Webseite des Projekts!

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