Linktipp #20: Freispruch für zwei Exoten

Seit zehn Jahren zerbrechen sich Astrophysiker den Kopf über ein rätselhaftes Phänomen in der kosmischen Teilchenstrahlung. Dabei ist diese Form der Strahlung im Grunde gut verstanden: Unablässig prasseln Teilchen aus dem Weltall auf die Erde, zumeist sind es Protonen, also Kerne von Wasserstoffatomen. Ab und zu sind auch andere Teilchen darunter, ganz selten ein Positron – das Antiteilchen eines Elektrons. Es entsteht zum Beispiel immer dann, wenn ein Proton mit einem Photon der kosmischen Hintergrundstrahlung zusammenprallt. Nur: Wann immer Forscher das tatsächliche Vorkommen dieser Positronen maßen, fanden sie deutlich mehr davon, als sie erwartet hatten.

Der Pulsar im Krebsnebel. © Röntgen: NASA / CXC / ASU, J. Hester et al.; optisch: NASA / ESA, STScI / ASU, J. Hester et al. (Ausschnitt)
Der Pulsar im Krebsnebel. © Röntgen: NASA / CXC / ASU, J. Hester et al.; optisch: NASA / ESA, STScI / ASU, J. Hester et al. (Ausschnitt)

Das deutete sich bereits bei Experimenten mit Ballons Mitte der 1990er Jahre an. Wirklich offenkundig wurde die Sache, als Wissenschaftler 2008 die Daten des italienischen Teilchendetektors “Pamela” auswerteten, der huckepack an einem russischen Satelliten reiste. Und schließlich bestätigte das seit 2011 auf der Internationalen Raumstation installierte “Alpha-Magnet-Spektrometer” (AMS), der größte je im All stationierte Teilchendetektor, das überraschende Resultat endgültig. Weiter bei Spektrum.de!

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