Linktipp #24: Nachricht von den ersten Sternen

Wer im westaustralischen Outback auf die beiden Radioantennen von EDGES trifft, könnte sich zu einer Brotzeit eingeladen fühlen: Von Größe und Form geben die Empfänger gute Campingtische ab. Die Absicht von Judd Bowman (Arizona State University) und Alan Rogers (Massachusetts Institute of Technology) sowie einem Team von Radioastronomen hier fernab der Zivilisation zwei Antennen 150 Meter voneinander entfernt in den roten Sand zu setzen, war aber keine gastronomische:

© N.R.Fuller, National Science Foundation (Ausschnitt)
© N.R.Fuller, National Science Foundation (Ausschnitt)

EDGES steht für “Experiment to Detect Global EoR Signature”, und EoR bedeutet in der Sprache der Kosmologie “Epoch of Reionization”, zu Deutsch: Epoche der Reionisation. Während dieses Zeitalters, etwas mehr als 100 Millionen Jahre nach dem Urknall, brachten die allerersten Sterne erstmals Licht in den bis dahin dunklen Kosmos. Dieses Urlicht ist längst verblasst. Schaut man jedoch weit genug ins Universum zurück, dann sollte man Spuren dieses Leuchtens erkennen können. Genau das ist Rogers und Bowman nun offenbar gelungen, wie sie diese Woche in der Fachzeitschrift “Nature” berichten.

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