Linktipp #29: Sneak Preview auf ein Schwarzes Loch

Irgendwann nächstes Jahr, so zwitschern die Spatzen, soll es soweit sein mit dem ersten Portrait eines Schwarzen Lochs. Weltweit arbeiten Astronomen an diesem Projekt. Sie schließen Radioteleskope auf der ganzen Welt zusammen, um sichtbar zu machen, was man sich bislang vorstellen muss: Ein Bild des Ereignishorizonts eines Schwarzen Lochs.

Natürlich nicht irgendeines Schwarzen Lochs, sondern des supermassiven Lochs im Zentrum unserer Milchstraße, genannt Sagittarius A*. Das ist etwa vier Millionen Sonnemassen schwer und befindet sich sichere 26000 Lichtjahre entfernt von uns in Richtung des Sternbilds Schütze (= Sagittarius). Es ist damit das nächstgelegene Loch seiner Gewichtsklasse.

Der Ereignishorizont ist die mathematische Grenze, ab der nichts dem Schwarzen Loch entkommen kann, nicht einmal das Licht. Materie, die das Loch nah am Ereignishorizont umkreist, heizt sich auf und erzeugt deshalb unter anderem hochfrequente Radiowellen. Diese Wellen werden von den Teleskopen des “Event Horizon Telescope” (EHT) aufgefangen und zu einem Bild zusammengesetzt. Wenn alles klappt, dann sollte man die “Schwärze” des Schwarzen Lochs vor der im Radiolicht leuchtenden Materie sehen können.

Wie so etwas aussehen könnte, das haben Astronomen vom BlackHoleCam-Team um Jordy Davelaar nun schon einmal am Computer simuliert. Das Ergebnis ist das oben gezeigte Video, das außerdem die Bewegung der Materie um das Loch darstellt. Ein kleiner Vorgeschmack auf das echte Bild, das sicher mediale Wellen machen wird.

Mehr Links:

Flying past a black hole – in a simulator

BlackHoleCam

 

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