Linktipp #36: Wie problematisch sind die Starlink-Satelliten?

Die Frage, ob Elon Musks “Mega-Konstellation” Starlink mit seinen am Ende fast 12000 Satelliten das Ende des Nachthimmels ist, wie wir ihn kennen, kann im Moment niemand klar beantworten. In der vergangenen Woche wurde viel zum Thema recherchiert und geschrieben (auch von mir), und dabei ist Lesenswertes herausgekommen. Hier ein paar Tipps!

Die Galaxiengruppe NGC 5353 am Abend des 25. Mai, kurz nach dem Start der ersten 60 Starlight-Satelliten. Zufällig aufgenommen von Victoria Girgis (Lowell Observatorium, USA). Zu diesem Zeitpunkt waren die Satelliten noch dicht beieinander und auch heller, da sie noch in einem niedrigeren Orbit kreisten. Wie störend sie sein werden, wenn die komplette Konstallation von fast 12000(!) Satelliten fertig ist, weiß zur Zeit niemand.

Zur Frage, wie gefährlich die Starlink-Satelliten denn nun sind, für die optische Astronomie, die Radioastronomie und die Raumfahrt an sich, habe ich auf Spektrum.de geschrieben. Dafür habe ich einen Experten für Weltraumschrott der ESA befragt.

Das komplette Interview mit dem ESA-Experten ist bei Sky&Telescope erschienen. Da ich es auf Englisch geführt hatte und das Thema nun mal weltweite Bedeutung hat, fand ich es dort am richtigen Platz.

Die Bedeutung des Problem liest sich auch daran ab, dass es letzte Woche selbst in der New York Times besprochen wurde.

Inzwischen gibt es auch Stellungnahmen von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) und der International Darksky Association (IDA), die sich besorgt über die Entwicklung zeigen.

Sehr interessant ist auch dieser Artikel auf spacenews.com: Die rechtlichen Möglichkeiten, einer Firma wie SpaceX den Start einer Mega-Konstellation zu verbieten, sind eher schlecht. Man ist wohl auf das Entgegenkommen der Betreiber angewiesen.

Nachtrag: Weitere astronomische Organisationen haben sich zum Thema Starlink geäußert: die Europäische Südsternwarte ESO, die Royal Astronomical Society RAS, das Square Kilometre Array SKA und die American Astronomical Society AAS.

Schauen wir also in die Sterne, so lange wir noch können!

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