Linktipp #54: Wenn der Heimatstern das Leben schwer macht

Strahlungsausbrüche, sogenannte Flares, kommen auf der Sonne regelmäßig vor: Von gewaltigen Magnetfeldern ausgelöst schleudern sie innerhalb von Minuten energiereiche Strahlung und Stürme geladener Teilchen ins All. Das, was Meredith MacGregor von der amerikanischen University of Colorado und ihre Kollegen am 1. Mai 2019 auf dem nächstgelegenen Stern Proxima Centauri aufblitzen sahen, war aber hundertmal stärker als jeder bislang beobachtete Sonnenflare.

Gefährliche Nachbarschaft: In nur elf Tagen umkreist Proxima b seinen Heimatstern Proxima Centauri, hier in künstlerischer Darstellung. Bild: dpa
Gefährliche Nachbarschaft: In nur elf Tagen umkreist Proxima b seinen Heimatstern Proxima Centauri, hier in künstlerischer Darstellung. Bild: dpa

„Innerhalb von wenigen Sekunden steigerte der Stern seine Ultraviolettstrahlung um das 14 000-Fache“, berichtet die Astronomin. Für den 2016 entdeckten Planeten Proxima b, der den Stern in weniger als zwölf Tagen umrundet, bedeutet das nichts Gutes: „Sollte es auf Proximas nächstem Planeten Leben geben, müsste es sich stark von dem auf der Erde unterscheiden“, meint MacGregor. „Ein Mensch hätte dort jedenfalls eine harte Zeit.“ Weiter bei faz.net!