Nova in der Kassiopeia

Vor zwei Tagen, am 18. März, hat der japanische Amateurastronom Yuji Nakamura eine Nova im Sternbild Kassiopeia entdeckt, an der Grenze zum Kepheus. Heute morgen konnte auch ich den “neuen” Stern fotografieren – er ist momentan etwa 7,5mag hell und damit zu schwach für das bloße Auge. Im Fernglas oder Teleskop kann man ihn aber erkennen, wenn man weis, wohin man schauen muss. Die Nova trägt den vorläufigen unaussprechlichen Namen PNV J23244760+6111140.

Nova Cassiopeia 2021 am Morgen des 20. März.
Nova Cassiopeia 2021 am Morgen des 20. März.

Das Bild entstand mit einem 200mm-Teleobjektiv und ist natürlich ein Ausschnitt. Eine gute Orientierung bietet der offene Sternhaufen Messier 52, der etwa 20 Bogenminuten (2/3 eines Vollmonddurchmessers) nördlich der Nova steht und der schon gut im Fernglas zu sehen ist. Das Sternbild Kassiopeia ist in Mitteleuropa zirkumpolar, d.h. es geht nie unter. Zur Zeit steht es zur Mitternacht tief am Nordhorizont.

Die Stellarium-Simulation zeigt den Anblick zum Abend, kurz nach Ende der Dämmerung, Blickrichtung Nordwest:

Position der Nova am Abendhimmel.
Position der Nova am Abendhimmel.

Eine Nova ist eine Explosion auf einem Stern, die allerdings weit weniger extrem verläuft als eine Supernova. Der Stern wird dabei nicht zerstört, dafür ist die Erscheinung aber auch nicht so hell wie die einer Supernova. Eine gute Erklärung des Phänomens gibt es im Astronomie-Lexikon von Spektrum der Wissenschaft!

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