Der namenlose Komet C/2017 O1 mit 24 Zoll

Eigenäugig gesehen habe ich den im Juli vom All Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) entdeckten Kometen C/2017 O1 noch nicht – er steht zur Zeit am frühen Morgenhimmel und konnte meinen inneren Schweinehund bislang nicht wecken. Seitdem ich das Twitter-Teleskop in Kanada nutze, kann ich aber auch ganz ohne Rausgehen Astrofotos machen. Dieses Bild des Kometen entstand am 6. August: Continue reading

Auch über Europa: Die Sonnenfinsternis am 21. August

Am 21. August schiebt sich der Mond vor die Sonnenscheibe. Es kommt zu einer totalen Sonnenfinsternis. Richtig dunkel wird es aber nur ein einem schmalen, etwa 100 Kilometer breiten Streifen, der sich quer durch die USA von Westküste nach Ostküste zieht. Europa geht leider leer aus. Wobei – das stimmt nicht ganz. Continue reading

Fast eine Mondfinsternis

Am 7. August findet eine partielle Mondfinsternis statt. Der Mond dringt in den Kernschatten der Erde ein. Allerdings nur ein bisschen, zum Finsternismaximum wird etwas weniger als ein Viertel des scheinbaren Monddurchmessers von der Erde komplett abgeschattet. Dieses Maximum wird gegen 20:20 MESZ erreicht. Zu dieser Uhrzeit geht der Mond im Osten Deutschlands und Österreichs gerade auf, im Westen sogar noch später. Continue reading

Die Perseiden 2017 – Wie und Wann?

Die Perseiden 2017 werden leider stark durch den Mond gestört. Die im Video genannten 60 Sternschnuppen pro Stunde sind wahrscheinlich zu optimistisch, vor allem, wenn man in zusätzlich mit Lichtverschmutzung und/oder hohen Wolken zu kämpfen hat. Wer es trotzdem wagen will, ein paar Perseiden zu sehen, erfährt hier, wann und wie man die Beobachtung am besten angeht! Continue reading

4 Fragen an Hugh Osborn zur Beobachtung des (möglichen) Ringplaneten bei PDS 110

Im vorigen Artikel habe auf die für September vorhergesagte Bedeckung des 10,4-mag-Sterns PDS 110 durch einen (möglicherweise) Riesensaturnplaneten beschrieben. Die Motivation dafür ist der Aufruf der Profiastronomen an Amateure, sich an den Beobachtungen zu beteiligen. Nach Fertigstellung des Texts erreichte mich die Antwort von Hugh Osborn von der Universität Warwick, dem Erstautor des entscheidenden wissenschaftlichen Aufsatzes zu PDS 110, auf eine Email von mir. Seine Antworten auf meine Fragen sind sicher interessant für alle, die sich an der Beobachtung beteiligen wollen. Deshalb gebe ich sie hier in der Übersetzung wieder. Continue reading

Eine außergewöhnliche Sternfinsternis im September

Vor einigen Jahren berichtete ich in den Himmelslichtern über den Stern Epsilon Aurigae, der alle 27 Jahre von einem mysteriösen Objekt bedeckt wird. Die resultierenden Verdunklungen sind für geübte Beobachter mit bloßem Auge sichtbar, und viele Beobachter verfolgten die letzte visuell oder fotografisch. Im September könnte sich, wenn die Berechnungen stimmen, etwas ähnliches wiederholen. Im Mittelpunkt steht diesmal der Stern HD290380 (oder PDS 110) im Sternbild Orion. Continue reading

Bester Blick auf Saturns Ringe

Einen solchen Anblick werden wir bis 2032 nicht mehr erleben: Saturn zeigt sich derzeit in seiner vollen Pracht. In diesem Jahr schauen wir nämlich unter dem maximal möglichen Winkel „von oben“ auf sein Ring- und Mondsystem. Das geschieht nur zwei Mal während des knapp 30jährigen Saturnjahrs. So schön wie jetzt bekommen wir die Saturnringe also lange nicht mehr ins Teleskop! Continue reading

Linktipp #17: Red Dots – Nah dran an der Exoplanetensuche

Das Team um Guillem Anglada-Escudé von der Queen Mary University of London, das im letzten Jahr mit der Entdeckung des nächstgelegenen Exoplaneten Proxima Centauri b für Aufsehen sorgte, hat ein neues Beobachtungsprojekt gestartet – und wie beim Vorgänger „Red Dot“ eine zugehörige „Public-Outreach-Kampagne“ ins Leben gerufen. Unter der Webseite reddots.space berichten die Forscher über den Fortschritt ihrer Arbeit und kommunizieren dabei auch über ein interaktives Forum. Auch eine Zusammenarbeit mit Amateurastronomen ist Teil der Kampagne. Continue reading

Blog-Flashback #13: Effizientere Straßenbeleuchtung? Höherer Energieverbrauch, hellere Nächte!

Immer mehr Städte und Kommunen setzen inzwischen LED-Lampen zur Beleuchtung ein. LEDs sollen preiswerter und effizienter sein als klassische Gasdampflampen. Das mag stimmen, sie sind aber auch: heller. Der Austausch alleine führt nicht zwangsläufig zu einem geringerem Energieverbrauch – im Gegenteil. Das jedenfalls meinen Christopher Kyba und Franz Hölker vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Freien Universität Berlin sowie Andreas Hänel vom Museum am Schölerberg in Osnabrück in einem Aufsatz (pdf) in der Zeitschrift Energy & Environmental Science. Energie sparen werden neue Lampen nur, wenn auch die Lichtverschmutzung reduziert wird. Continue reading