Linktipp #44: Wenn ein Planet sich einfach auflöst

Fomalhaut b war einer der ersten Exoplaneten, den Astronomen direkt fotografieren konnten. Auf Bildern des Hubble-Weltraumteleskops aus den Jahren 2004 bis 2006 sah man ihn als hellen Lichtpunkt, der offenbar den 25 Lichtjahre entfernten Stern Fomalhaut im Sternbild Südlicher Fisch umkreiste. Doch nun hat sich der Himmelskörper aufgelöst – buchstäblich vor den Augen des Hubble-Teleskops und sehr zur Überraschung der Forscher. Continue reading

Hallo Abendstern

Wer in diesen Wochen mal klaren Himmel hat und nicht total ignorant durch die Weltgeschichte stolpert, wird mit Sicherheit diesen hellen “Abendstern” am Himmel gesehen. Die Anführungsstriche sind berechtigt, denn es handelt sich nicht etwa um einen Stern, sondern um Venus, unseren inneren Nachbarplaneten. Venus zeigt sich in diesem Jahr so gut wie selten, und die beste Venus-Zeit steht sogar noch bevor! Continue reading

Eine astronomische Pressemeldung und ihr Inhalt

Ffffffffffft. Als Wissenschaftsjournalist hört man ihn manchmal ganz leise beim Lesen gewisser Pressemeldungen: den Klang entweichender, heißer Luft. Letzte Woche war wieder AAS-Tagung in den USA, und mein Email-Postfach quoll über. Viele der dort verkündigten astronomischen Neuigkeiten sind wirklich spannend und haben Hand und Fuß, aber manchmal… Bei folgendem Beispiel handelt es sich wohlgemerkt nicht um die Regel. Ein Einzelfall ist es aber auch nicht. Continue reading

Auftakt für den Abendstern

Wer richtig klaren Himmel und freie Sicht Richtung Westen hat, kann in diesen Tagen in der Abenddämmerung den Planeten Venus knapp über dem Horizont sehen. Das Bild entstand am Abend des 20. Februar auf La Palma mit freier Sicht über den Atlantik. Zugegebenermaßen ideale Konditionen, aber auch in Deutschland betritt der Abendstern nun die Himmelsbühne. Continue reading

Amerikanische Wissenschaftler wollen den Mond zum Planeten erklären (und Pluto auch)

Also nicht alle und eigentlich geht es um Pluto (wieder mal), aber wenn dabei der Mond im Weg ist, wird halt passend gemacht, was kein Stern, rund und bei drei nicht im Kuipergürtel ist. Das jedenfalls wäre die Konsequenz, wenn eine kleine Gruppe um Alan Stern vom Southwest Research Institute im US-Bundesstaat Colorado, Erfolg hätte mit einem Vorschlag, die international wohl eher Kopfschütteln auslösen, in seinen heimatlichen Vereinigten Staaten von Amerika aber tatsächlich von einer großen Zahl seiner Mitbürger unterstützt werden dürfte. Continue reading