Zwergnova ganz groß

Die Zwergnova V392 Persei wird normalerweise nicht heller als maximal 13mag. Am 29. April 2018 wurde sie aber auf einmal mit 6,2mag erwischt. Wäre da nicht der helle Mond, hätte man sie theoretisch sogar mit bloßem Auge sehen können. Inzwischen ist das Objekt wieder schwächer geworden – zumindest im Optischen. Der Satellit Fermi sieht sie als starke Quelle von Gammastrahlung. Continue reading

Auftakt für den Abendstern

Wer richtig klaren Himmel und freie Sicht Richtung Westen hat, kann in diesen Tagen in der Abenddämmerung den Planeten Venus knapp über dem Horizont sehen. Das Bild entstand am Abend des 20. Februar auf La Palma mit freier Sicht über den Atlantik. Zugegebenermaßen ideale Konditionen, aber auch in Deutschland betritt der Abendstern nun die Himmelsbühne. Continue reading

Sternbedeckung durch den Mond

Sternbedeckungen durch den Mond führen uns vor Augen, wie schnell sich der Erdbegleiter vor dem Hintergrund der Fixsterne bewegt. Pro Stunde wandert der Mond um etwa seinem scheinbaren Durchmesser (0,5°) in östlicher Richtung. Normalerweise bekommen wir davon nichts mit, weil dieser Bewegung die Erddrehung überlagert ist, durch die sich alle Objekte – scheinbar – nach Westen bewegen. Es sei denn, ein Stern steht dem Mond im Weg. Continue reading

4 Fragen an Hugh Osborn zur Beobachtung des (möglichen) Ringplaneten bei PDS 110

Im vorigen Artikel habe auf die für September vorhergesagte Bedeckung des 10,4-mag-Sterns PDS 110 durch einen (möglicherweise) Riesensaturnplaneten beschrieben. Die Motivation dafür ist der Aufruf der Profiastronomen an Amateure, sich an den Beobachtungen zu beteiligen. Nach Fertigstellung des Texts erreichte mich die Antwort von Hugh Osborn von der Universität Warwick, dem Erstautor des entscheidenden wissenschaftlichen Aufsatzes zu PDS 110, auf eine Email von mir. Seine Antworten auf meine Fragen sind sicher interessant für alle, die sich an der Beobachtung beteiligen wollen. Deshalb gebe ich sie hier in der Übersetzung wieder. Continue reading

Eine außergewöhnliche Sternfinsternis im September

Vor einigen Jahren berichtete ich in den Himmelslichtern über den Stern Epsilon Aurigae, der alle 27 Jahre von einem mysteriösen Objekt bedeckt wird. Die resultierenden Verdunklungen sind für geübte Beobachter mit bloßem Auge sichtbar, und viele Beobachter verfolgten die letzte visuell oder fotografisch. Im September könnte sich, wenn die Berechnungen stimmen, etwas ähnliches wiederholen. Im Mittelpunkt steht diesmal der Stern HD290380 (oder PDS 110) im Sternbild Orion. Continue reading

Blog-Flashback #12: Supernova in M101 erreicht die 10. Größenklasse

Die am 24. August 2011 entdeckte Supernova in der Spiralgalaxie Messier 101 näherte sich Anfang September 2011 ihrer Maximalhelligkeit. Ihre Helligkeit betrug ca. 10,7mag.  Sie war eine Typ Ia-Supernova, mit einer Entfernung von etwa 21 Millionen Lichtjahre stand sie relativ nah. Ihre maximale Helligkeit erreichte etwa 10,0mag [Was bedeutet das? Siehe dazu die Anmerkung am Ende des Textes!].

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Ein “neuer” Stern im Schwan 2022?

Stimmt die Voraussage von Larry Molnar vom Calvin College in den USA, dann könnte das Sternbild Schwan im Jahr 2022 (plus/minus ein Jahr) für einige Monate etwas anders aussehen als gewohnt. Seit mehr als zwei Jahren beobachten Molnar und seine Kollegen einen unscheinbaren Stern namens KIC 9832227. Momentan ist der mit einer scheinbaren Helligkeit von 12 mag nur mit Teleskopen zu sehen. In einigen Jahren aber könnte er zur “Roten Nova” und dann 10000 Mal heller werden – hell genug, um ihn mit bloßem Auge auffällig zu sehen. Continue reading