Venus besucht die Sieben Schwestern

Der offene Sternhaufen der Plejaden, auch als Siebengestirn oder “Sieben Schwestern” bekannt, liegt nur etwa vier Grad nördlich der Ekliptik. Von Zeit zu Zeit bekommt er deshalb Besuch von den hellen Planeten oder auch dem Mond – an der Himmelssphäre selbstverständlich nur. In diesen Nächten ist die Venus an der Reihe.

Venus bei den Plejaden am 1. April 2020.
Venus bei den Plejaden am 1. April 2020.

Am Abend des 1. April 2020 entstand das obige Bild, es wurde mit einem 200mm Tele und nachgeführter Kamera aufgenommen. Wenn man lange genug belichtet (gute 20 Sekunden bei f/7,1 und ISO 1600 im obigen Fall), überstrahlt die helle Venus, und die Plejaden kommen gut zur Geltung. Ein paar durchziehende Wolken gaben dem Bild noch eine zusätzliche Atmosphäre.

Die engste Begegnung ereignet sich am Freitag, den 3. April. Dann steht Venus gerade einmal 13 Bogenminuten von Merope (dem linken unteren “Kastenstern” der Plejaden) entfernt, und wird sozusagen zur “achten Schwester”.

Venus und die Plejaden am Abend des 3. April 2020. Simuliert mit Stellarium.
Venus und die Plejaden am Abend des 3. April 2020. Simuliert mit Stellarium.

In den folgenden Tagen entfernt sich Venus wieder von den Plejaden. Die nächste Chance, Venus direkt vor den Sieben Schwestern zu sehen, ergibt sich erst wieder am 4. April 2028!

Update, 3.4., 23:00h: Tja, der 3. April schien wohl der Tag auf La Palma zu sein, an denen mal die ganze Insel bewölkt ist, von 0 bis 2400 Meter Höhe über dem Meer. Aber Geduld zahlt sich aus. Kurz bevor das erweiterte Siebengestirn im Atlantik versank, kam die Wolkenlücke mit genau der richtigen Größe vorbei:

Venus vor den Plejaden am 3. April 2020
Venus vor den Plejaden am 3. April 2020

Clear Skies!

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